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Workshop Kriminal- und Spionagetechnik

Das etwas andere PSI-Programm: Rätsel lösen mit Hilfe der Physik...

Die Besonderheit dieses Workshops liegt darin, dass er etwas anders abläuft als unsere üblichen Schülerlabor-Experimente: Hier gibt es am Ende ein Rätsel zu lösen!

Um aber keine falschen Erwartungen zu wecken, muss zunächst gesagt werden, dass wir hier nicht die Realität der Arbeit kriminaltechnischer Institute bzw. Geheimdienste abbilden können und wollen. Zum Einen ist die dort eingesetzte Technik häufig sehr speziell und teuer, zum anderen sehr inter-
disziplinär. Da dies ein Physik-Schülerlabor ist, wollen wir daher beim Thema bleiben und nur physikalische Methoden einsetzen. Was in unserem Workshop aber durchaus an die Realität angelehnt ist: Um den Fall am Ende zu lösen, müssen mit akribischen wissenschaftlichen Methoden alle Spuren und Hinweise untersucht und sprichwört-
liche und buchstäbliche Schranken überwunden werden. Nur wenn alle Hinweise zusammenge-
tragen und alle Aufgaben gelöst sind, kann auch der Fall gelöst werden.

Rechts: Eine Laserbarriere, die bei Strahlunterbrechung einen Alarm auslöst, muss überwunden werden

Laserbarriere

 

Was Lehrer über den Workshop wissen wollen: Die physikalischen Inhalte des Workshops sind an den Stoff der Kursstufe angelehnt und gehen etwas darüber hinaus. Die Experimente stammen vor allem aus der Modernen Physik (Laseranwendungen, Interferenzphänomene, Spektroskopie, elektromagnetische Wellen in Form von Infrarotlicht-Anwendungen, Funkanwendungen, Fluoreszenz) und es gibt Ausflüge in die Mechanik/Akustik (Ballistik, Schwingungen, Bewegungsgleichungen, akustische Frequenzanalyse). Ihre Schüler werden in Gruppen eingeteilt und müssen mit Hilfe physikalischer Experimente zu obigen Themen ihre jeweiligen Aufgaben lösen. Die Experimente sind KEINE Schulexperimente, sondern es wird der Gerätepark des Schülerlabors eingesetzt, der eher einer typischen Uni-Ausstattung entspricht. Jeder Gruppe steht daher eine betreuende studentische Hilfskraft zur Seite, die bei der Durchführung der Experimente hilft.

Hier finden Sie einen Erfahrungsbericht vom Besuch eines 4stündigen Physikkurses vom Karlsruher St. Dominikusgymnasium am 31.01. mit einigen Bildern.

Was Euch Schüler erwartet: In diesem Workshop könnt Ihr Physik einmal richtig anwenden. Ihr solltet dabei mit physikalischem Sachverstand aber auch mit Spaß am Knobeln und Experimentieren herangehen. Das Ganze ähnelt von der Stimmung her den "Escape-Room" Spielen - also solltet Ihr die Story nicht zu ernst nehmen und mit einem Augenzwinkern betrachten... Auf der anderen Seite lernt Ihr hier nebenbei aber ganz ernsthaft interessante Experimente, Geräte und physikalische Methoden kennen, die in der modernen Wissenschaft und Technik relevant sind - Ihr seid also auch fachlich gefordert!

 

Hier nun anhand einiger Beispiele ein paar Eindrücke, was die Workshop-Teilnehmer erwartet:

 

Laser Alarmanlage

Links:

Laser-Alarmanlage
Wird der Photodetektor oben nicht
mehr beleuchtet, geht der Alarm los.
Wir verraten hier noch nicht, wie man
die Anlage austricksen kann.
 

 

 

Rechts:

Mit dem selbst aufzubauenden
N2-Laser müssen Flüssigkeits-
spuren auf Floureszenz
geprüft werden. Doch um welche
Flüssigkeit handelt es sich
letztlich? Das gilt es, mit weiteren
Methoden herauszufinden.

N2 Laser mit Floureszenz
 

 

Audioanalyse:

Von der Tatzeit existieren Tonaufnahmen eines Überwachungssystems mit einer verrauschten Tonspur. Wer es schafft, die Audiospur auf geschickte Art und Weise zu bearbeiten, wird aus dem Geräusch-Chaos brauchbare Informationen herausfiltern können.

 

Audioanalyse

 

 

Ballistik:

Es wurde eine Sportwaffe bei einer verdächtigen Person im Labor gefunden. Wurde damit die Alarmanlage zerstört?
Über die Eindringtiefe in eine Testmasse und mit Hilfe weiterer Messmethoden kann die Energie des Geschosses ermittelt werden, um Herauszufinden, ob die Waffe verwendet wurde.

(Hinweis: Es handelt sich um eine Soft-Air-Waffe, die ab einem Alter von 14 Jahren verwendet werden darf.)

 

Soft-Air

 

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Wir danken der Firma PCE Deutschland GmbH für die Unterstützung des Workshops.