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Aufbauten zur Hologramm-Aufnahme

Die denkbar einfachsten Aufbauten

Um Hologramme aufnehmen zu können, genügen im Grunde schon sehr einfache Aufbauten. Das wichtigste ist ein sehr stabiler Laser, wobei es egal ist, ob es sich um einen HeNe-Laser oder um eine Laserdiode handelt. Tipp: Man kann Hologramme sogar zuhause herstellen, indem man eine billige Laserdiode für einige Euro verwendet, die mit Batterien betrieben wird - diese kann über viele Minuten stabil laufen (die Belichtungzeit liegt deutlich unter einer Minute).
Außerdem benötigt man einen stabilen schwingungsfreien Tisch und eine ruhige Umgebung. Schon kleine Luftbewegungen sowie Schall aus dem Nebenraum während der Belichtungszeit können die Aufnahme unbrauchbar machen.

Wir stellen hier nun die einfachst möglichen Aufbauten vor, um Hologramme aufzunehmen, sog. Einstrahlaufbauten.

 

Transmissionshologramme

Ein sehr einfacher Aufbau zur Aufnahme von Transmissionshologrammen kann z.B. aussehen wie in Abb. 1 gezeigt.

 

 Aufbau für Transmissionshologramme

Abb. 1: einfacher Aufbau zur Aufnahme von Transmissionshologrammen

 

Wie schon im Kapitel über die Entstehung von Hologrammen erwähnt, treffen bei der Aufnahme von Transmissionshologrammen Objekt- und Referenzwelle von derselben Seite auf den Film. In Abb. 1 sieht man rechts ein Laserdiodenmodul auf eine optische Platte montiert, dem noch eine Aufweitungslinse und ein sog. Pinhole (ein Raumfilter, der Schmutz und Fehler auf der Linse eliminiert) vorgeschaltet sind. Der Laserstrahl wird durch die Linse aufgeweitet, durch das Pinhole "gesäubert" und beleuchtet das Objekt, das auf einem kleinen Objekttischchen steht sowie den holografischen Film, der sich in dem Rahmen befindet, der ans Objekttischchen montiert ist. Das Objekt ist so angeordnet, dass Laserlicht, das direkt aus der Laserquelle kommt auf den Film trifft (Referenzwelle) und auch vom Objekt auf den Film reflektiertes Laserlicht (Objektwelle).

 

Reflexionshologramme

Ein Aufbau zur Aufnahme von Reflexionshologrammen kann ebenso einfach realisiert werden, wie Abb. 2 zeigt.

 

Aufbau zur Aufnahme von Reflexionshologrammen

Abb. 2: einfacher Aufbau zur Aufnahme von Reflexionshologrammen

 

Er unterscheidet sich vom vorherigen Aufbau für die Transmissionshologramme lediglich darin, dass nun Objekt- und Referenzwelle von verschiedenen Seiten auf den Film treffen. Im Bild sieht man, dass das direkte Laserlicht, also die Referenzwelle, von rechts auf den Film im Filmhalterrahmen trifft, das vom Objekt reflektierte Licht, also die Objektwelle, von der linken Seite auf den Film fällt.

 
Mit diesen sehr einfachen Aufbau kann man ohne viel Material- und Justageaufwand schon problemlos gute Hologramme aufnehmen. Die Nachteile liegen klar auf der Hand: Das Objekt wird jeweils nur von einer Seite beleuchtet und das Intensitätsverhältnis zwischen Objekt- und Referenzwelle kann nicht eingestellt werden, weshalb nicht alle Objekte zur Aufnahme geeignet sind.

Im Schülerlabor wurden neben den oben vorgestellten Einstrahlaufbauten auch kompliziertere Mehrstrahlaufbauten zur Aufnahme noch hochwertigerer Hologramme und weiterer Hologrammtypen im Rahmen einer Staatsexamensarbeit entwickelt und realisiert. Beschreibungen dazu wurden jedoch zunächst auf dieser Webpage weggelassen. Bei näherem Interesse können Sie sich gerne an uns wenden.