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Infrarotstrahlung

Infrarotstrahlung bezeichnet elektromagnetische Strahlung im Wellenlängenbereich von etwa 780 nm bis 1mm. Infrarotstrahlung besitzt also eine größere Wellenlänge als das sichtbare Licht und kann daher von unserem Auge nicht wahrgenommen werden. Die untenstehende Abbildung zeigt einen Ausschnitt des elektromagnetischen Spektrums vom kurzwelligen Röntgenbereich bis hin zum mittleren Infrarotbereich (hier nicht eingezeichnet: unterhalb der Röntgenstrahlung gibt es noch die Gammastrahlung, oberhalb vom mittleren Infrarot gibt es noch einen Fern-Infrarotbereich).

 

elektromagnetisches Spektrum

Elektromagnetisches Spektrum (Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7f/Cassini_instr_spectrum_v1_german.png)

 

Dennoch sind die Begriffe Wärmestrahlung und Infrarotstrahlung nicht gleichzusetzen. Während Infrarotstrahlung nur in einem festen Wellenlängenbereich des elektromagnetischen Spektrums aufzufinden ist, ist unter Wärmestrahlung die Strahlung eines thermischen Strahlers zu verstehen, dessen Strahlungsbereich abhängig von der Temperatur ist, aber auch in den sichtbaren Bereich oder darunter reicht (je heißer, umso kürzer die Wellenlänge des Strahlungsmaximums).

Die Wärmestrahlung, die wir in unserer Lebensumgebung wahrnehmen (wird oft auch als "Umgebungswärme" bezeichnet), also z.B. von einigen 10°C unterhalb bis zu einigen 100°C oberhalb des Gefrierpunktes von Wasser, hat spektral gesehen ihr Maximum im mittleren Infrarotbereich, deren Wellenlängen liegen also im µm-Bereich (s. Skizze oben). Dies ist der Grund, weshalb umgangsprachlich "Wärmestrahlung" und "Infrarotstrahlung" häufig gleichgesetzt wird.